
- Schloss Bronnen - Monika Hermeling
In vielen Volksliedern wird die Donau besungen und viele Wanderer nehmen sich vor, einmal vom Ursprung, der Donau in Donaueschingen, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu den schönsten und abwechslungsreichsten Abschnitt des Donau-Radwegs, zwischen Tuttlingen und Sigmaringen, zu erkunden. An dem von begrünten Hängen und schroffen Felsen gesäumten Fluss hat der Erholungssuchende viele Freizeitangebote und kann die freie Aussicht auf Burgen, Schlösser und Klöster genießen. Die gesamte Tour ist leicht zu fahren, etwa 87 Kilometer lang, hat eine Höhendifferenz von 130 Metern und ist in etwa sechs Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern zu bewältigen. Die gesamte Fahrt ist landschaftlich eindrucksvoll, geschichtsträchtig und romantisch. Sie kann auch mit Kindern und Jugendlichen unternommen werden. Es empfiehlt sich, wenn sich für eine Bootfahrt entschieden wird, im voraus bei der Landesanstalt, Messungen und Naturschutz, auch im Internet, nach (Pegelstand, Uhrzeiten Kontingente) zu erkundigen. Es ist auch wichtig, sich vor einem Ausflug beim Öko-Testsieger 2010, der Wetterportale nach dem voraussichtlichen Ausflugswetter zu erkundigen.
Schlösser, Burgen und Klöster im Donautal
Das Schloss Bronnen, Schloss Werenwag, das Kloster Beuron, Burg und Jugendherberge Wildenstein, Burg Dietfurt, Burg Gutenstein und das Kloster Inzigkofen sind einige der Sehenswürdigkeiten im Donautal, die in Privatbesitz sind. Das Schloss Sigmaringen ist im Familienbesitz der Hohenzollern und lädt zu Veranstaltungen, Besichtigungen und angemeldeten Themenführungen ein. Die Ruine Hornstein und das Schloss in Scheer beschließen die Kette der Burgen und Schlösser. Wallfahrten zur Marienstatue im Fels der Lourdes-Grotte von Beuron werden angeboten.
Der 2010 eröffnete Qualitätswanderweg im Donautal
Der Schwäbische Albverein, Oberen Donaugau hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Sigmaringen und dem Naturpark Obere Donau einen neuen, mit einem "grün-blauen Logo" gekennzeichneten, rund 160 Kilometer langen Qualitätsweg geschaffen. Er beginnt in Beuron und führt im Landkreis Sigmaringen weiter durch die Orte Hausen i. T., Inzigkofen, Laiz, Sigmaringen, Veringenstadt, Hettingen und weiter über die Schwäbische Alb bis zum Lemberg.
Wandervorschläge von Beuron aus
- der kleine drei Kilometer lange Spazierweg über den Kreuzweg, am Ortsausgang Richtung Buchheim, zur Kneipp-Wassertretanlage, dann unter der Eisenbahnbrücke hindurch zum Parkplatz unterhalb des Klosters
- der etwa sechs Kilometer lange Wanderweg Beuron - Liebfrauental - Lourdesgrotte - Beuron
- der 14 Kilometer lange Rundwanderweg Beuron - Knopfmacherfelsen - Stiegelesfels - Fridingen - Ziegelhütte - Scheuerlehof - Jägerhaus - Beuron
- der etwa zwölf Kilometer lange Weg Beuron - Maria Trost - Spaltfelsen - Rauher Stein - Vögelesruh - Jägerpfad - Beuron
Wanderungen im Ortsteil Thiergarten
- eine vier Kilometer Kurzwanderung, mit einem roten Dreieck ausgezeichnet, von Thiergarten - Ruine Falkenstein – Thiergarten
- etwa acht Kilometer die Wanderung Thiergarten - Gutenstein - Ruine Burgfelden - Rabenfelsen – Thiergarten
- etwa 14 Kilometer Thiergarten - Ruine Falkenstein - Schaufelsen - Mühlefels - Hülbfels - Neidingen – Neumühle – Thiergarten
Für geübte Wanderer, die die direkte Streckenführung kennen, bieten sich zusätzlich Wanderungen oder Exkursionen an.
Veranstaltungen und Vermarkungsprojekt des Naturparkvereins und des Naturschutzzentrums
Das ehemalige Bahnhofsgebäude in Beuron beherbergt seit 1996 die Geschäftsstellen der Stiftung Naturschutzzentrum Obere Donau und des Naturpark-Vereins Obere Donau. Beide Organisationen setzen sich für den Erhalt der Schönheit und Einzigartigkeit des Naturparks ein und bieten Seminare, Vorträge und Schulungen zum Naturschutz an. Die Landwirte im Naturpark Obere Donau bewirtschaften ihre Äcker und Flächen umweltschonend und landschaftserhaltend. Sie und handwerkliche und kunsthandwerklich Tätige entwickelten 1999 die Initiative BODEG (Bäuerliche Vermarktung Oberes Donautal e.G.) Zuerst wurde der Naturpark-Apfelsaft dann auch Honig, Schnaps, Fleisch und Wurstwaren von Rind, Schwein und Lamm bis zu Schafsmilch- und Wollprodukte vermarktet.
Das Kloster Inzigkofen mit seiner Kirche, dem Park, dem Kräutergarten
Der fürstliche Park, angelegt von der Fürstin Amalie Zephyrine (1760-1841), neben dem ehemaligen Kloster Inzigkofen ist mit dem Amalienfelsen, der „Teufelsbrücke“ und seinen Grotten ist, besonders an heißen Tagen ein Idyll bei der Wanderung im Donautal.
Einkehrmöglichkeiten im Donautal
In allen Orten an der Strecke gibt es Möglichkeiten zur Rast. Die Gaststätte Ziegelhütte kurz nach Fridingen; vor Beuron das Gasthaus Jägerhaus; bei Hausen eine Gaststätte mit Minigolf; vor Thiergarten das Ausflugslokal Neumühle; kurz nach Thiergarten der Gutshof Käppeler. In der Saison empfiehlt sich eine Tischreservierung. Bei den zuständigen Gemeinden kann erfragt werden ob und wann Grillstellen preisgünstig gemietet werden können.
Verkehrsanbindungen zum Donau Radwanderweg
Das Donautal ist mit dem Auto am besten auf der Autobahn A 81 in Richtung Stuttgart–Singen, Ausfahrt 38 (Geisingen); B311 Richtung Tuttlingen zu erreichen. Der Beginn des Donau Radwanderweges ist in Donaueschingen am Parkplatz bei der Donaustadion. Die Anreise per Bahn erfolgt am besten über Tuttlingen oder Sigmaringen. Ab 1. Mai bis Oktober fährt an Sonntagen der Naturpark-Express, der einen Gepäckwagen für Fahrräder hat. Segelflieger können in Leibertingen starten und landen.
Kartenmaterial für Sommer und Winter
Ein Bootswanderführer ist bei der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Donau (Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen erhältlich. Die Landkreise, das Landesvermessungsamt und das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg verfügen über Freizeit-, Rad- und Wanderkartenkarten mit zusätzlichen Eintragungen der Loipen und Skiwanderwege.
